
Neue Vorwürfe gegen Kardinal Woelki
Hat der Kölner Erzbischof Kardinal Woelki bewusst Missbrauchsfälle im Kölner Erzbistum verschwiegen? Diese Frage steht nach einem Bericht des Kölner Stadtanzeiger aktuell im Raum. Der Vorwurf: Woelki soll kurz nach seinem Amtsantritt 2014 einen Fall von schwerem Kindesmissbrauch durch einen Düsseldorfer Priester nicht weiter untersucht haben lassen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 10.12.2020 09:06
Eigentlich wäre Woelki nach kanonischem Recht verpflichtet gewesen den Fall dem Vatikan zu melden. Das Erzbistum sagte dem Kölner Stadtanzeiger dazu, dass Woelki sich wegen mehrerer Gründe aber gegen eine Untersuchung des Falls und eine Meldung an den Vatikan entschieden habe: Das hohe Alter des betroffenen Priesters und der Wunsch des Opfers nicht an der Aufklärung mitwirken zu müssen. Mittlerweile ist der beschuldigte Priester verstorben. Kirchenrechtler sehen in dem Vorgehen eine unentschuldbare Verfehlung im Amt.