
Neuer Ärger für Bayer
Dem Bayer-Konzern droht neuer Ärger wegen Monsanto. Der Landkreis Los Angeles fordert von Bayer Schadenersatz wegen angeblicher schon vor Jahrezenten verursachter Umweltschäden und hat Klage eingereicht. Diesmal geht es nicht um Glyphosat, sondern um PCB.
Veröffentlicht: Freitag, 31.05.2019 04:18
Los Angeles wirft der Bayer-Tochter vor, zwischen 1935 und 1977 als einziger Hersteller von PCB-Chemikalien Gewässer verunreinigt zu haben. Außerdem soll Monsanto die Gefahren von PCB für Mensch und Umwelt bewusst verschwiegen haben. PCB sind giftige und krebsauslösende organische Chlorverbindungen, sie wurden bis in die 80er weltweit vor allem in Baustoffen verwendet. Bayer selbst bezeichnet die Vorwürfe als haltlos: Monsanto habe die PCB-Produktion vor mehr als 40 Jahren freiwillig gestoppt, die Klage werde aber noch geprüft. Bayer muss sich in den USA zusätzlich mit rund 13.400 Glyphosat-Klagen herumschlagen. An der Börse wird Anlegern weiter geraten, die Bayer-Aktie zu meiden.