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Neuer Deich für Schlebusch kommt
© Radio Leverkusen/Jana Musiol
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Neuer Deich für Schlebusch kommt

Seit rund fünf Jahren laufen bei der Stadt Planungen zu einem neuen Querdeich an der Dhünn in Schlebusch – nach der verheerenden Flut letztes Jahr und einer abgewiesenen Klage gegen den Bau soll der neue Deich jetzt kommen. Gestern sind die Vorarbeiten gestartet. Bis Weihnachten soll der neue Deich fertig sein.

Veröffentlicht: Freitag, 23.09.2022 04:53

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Der neue Deich soll künftig verhindern, dass der Stadtteil überflutet wird. Gebaut wird er rund 135 Meter lang und teils über 1,40 Meter hoch, und zwar quer zur Dhünn an der Odenthaler Straße. Hier soll künftig Hochwasser vor dem Ortskern aufgestaut und zurück in die Dhünn geleitet werden.

Als Bemessungsgrundlage für die Größe des Deiches dient das errechnete Jahrhunderthochwasser – Plus einem Puffer von 50cm.

Damit hätte der Deich letztes Jahr gerade so ausgereicht. Das heißt aber nicht, dass Schlebusch gar nicht betroffen gewesen werden, sagt ein Sprecher der TBL. Denn das Waser sei von mehreren Seiten gekommen, unter anderem vom Ophovener Weoher. Auch hier laufen Planungen für einen besseren Hochwasserschutz – hier hat allerdings der Wupperverband den Hut auf. 

Für den neuen Dhünn-Deich laufen gerade die Vorarbeiten – ab Oktober geht´s dann richtig los. Kostenpunkt rund 665.000 Euro. 

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Von Anwohnern kommt Kritik

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Trotz, dass die Stadt an der Dhünn in Schlebusch jetzt einen neuen Deich baut, bleiben die Sorgen vor dem Hochwasser bei einigen Anwohnern in dem Bereich groß. Sie hätten sich gewünscht beim Planungsverfahren früher mit ins Boot geholt zu werden. Ein besserer Hochwasserschutz für Schlebusch ist unabdingbar – darin sind sich alle einig. Nur über die Sinnhaftigkeit des neuen Dhünndeichs lässt sich offenbar streiten. Anwohner fürchten zum Beispiel, dass dadurch viel Totholz am Ufer und im Flussbett liegen bleibt, das bei Hochwasser die Ausbreitung begünstigt. Außerdem gebe es noch mehr Problemstellen bei Starkregen in dem Bereich – etwa rund um den Leimbach. Hier würden regelmäßig Straßen und Wege überflutet, die dann von Fußgängern und Radfahrern nicht genutzt werden können. Die Stadt will sich das jetzt genauer ansehen und gegebenenfalls mit Straßen NRW und dem Wupperverband austauschen.

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