
Neuer Skandal um A1 Rheinbrücke?
Die neue A1 Rheinbrücke sorgt wieder für Ärger - diesmal geht es um das aktuelle Vergabeverfahren für den Weiterbau. Recherchen von WDR-Westpol zeigen, dass eine Projektleiterin von Straßen NRW mit einem führenden Mitarbeiter der bietenden Baufirma verheiratet ist.
Veröffentlicht: Montag, 07.12.2020 06:21
Konkret geht es um den Essener Konzern Hochtief. Mittlerweile soll Hochtief auch den Zuschlag für den Weiterbau der Brücke erhalten haben. Weil es bei der Bauvergabe um mehr als 170 Millionen Euro geht, gibt es bei der Vergabe eigentlich strenge Vorgaben: So muss etwa die Gleichbehandlung der Bieter sichergestellt sein. Ob diese trotz Ehe in den Kreisen von Bieter und Auftraggeber gegeben ist, ist fraglich. Der Sachverhalt könnte dazu führen, dass das gesamte Vergabeverfahren auf den Prüfstand kommt: Das würde zu einer weiteren, erheblichen Verzögerung des Baus führen. Das NRW-Verkehrsministerium hat sich zu dem Sachverhalt bislang nicht geäußert.