
Pendler müssen sich Alternativen suchen
Auch bei uns in der Stadt wird heute im Nahverkehr gestreik. Rund 75 Prozent der Wupsi-Verbindungen fallen laut Unternehmen in Leverkusen aus. Es hat eine möglichst gute Notlösung mit Fahrern aus Subunternehmen organisiert. Sie streiken nicht mit, wie sie nicht bei der Stadt im öffentlichen Dienst beschäftigt sind.
Veröffentlicht: Montag, 28.09.2020 04:12
Einen Überblick, welche Fahrten doch stattfinden, findet ihr hier. Auch in Köln und Düsseldorf beteiligen sich Mitarbeiter der KVB und der Rheinbahn am Streik. Die S-Bahnen und Regionalbahnen sind vom Streik nicht betroffen.
Zum Warnstreik aufgerufen hatte Verdi. Die Dienstleistungsgewerkschaft fordert unter anderem 4,8 Prozent mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen. Wupsi-Geschäftsführer Marc Kretkowski hat wenig Verständnis für die Streik-Aktion in Zeiten der Corona-Pandemie:
Natürlich sind wir dankbar, dass unsere Mitarbeiter in der Krise und vor allem während des Lockdowns weitergefahren sind und Mobilität in Leverkusen sichergestellt haben. Gleichzeitig glaub ich, ist es im Moment eine schlechte Zeit flächendeckend den ÖPNV lahm zu legen und für so hohe Forderungen einzutreten.
Wegen der Corona-Pandemie ist die finanzielle Lage der kommunalen Betriebe sehr angespannt, so Kretkowski.
Taxi-Unternehmen stark gefragt
Für den Nachmittag und Abend müssen Pendler nochmal mit ähnlich vollen Straßen rechnen. Die Leverkusener Taxi-Genossenschaft rät Pendlern, frühzeitig ein Taxi zu reservieren, falls sie so nach Hause kommen wollen. Die Taxi-Unternehmen sind heute durch den Streik sehr stark ausgelastet, so ein Sprecher. Es gebe aber noch freie Kapazitäten für den Tag.