
Personallage in den Krankenhäusern noch gut
Fast gut drei Viertel der Intensivbetten in den Leverkusener Krankenhäusern sind aktuell belegt – dennoch sehen sich die Verantwortlichen im Rahmen der Corona-Pandemie weiter gut aufgestellt. Allerdings sei die Situation für alle Beteiligten sehr dynamisch – jeden Tag müsse sie neu beurteilt werden, so das Klinikum in Schlebusch.
Veröffentlicht: Freitag, 06.11.2020 09:40
Vor allem das verfügbare Personal müsse man im Blick halten. Allein für die ganzen zusätzlichen Hygiene- und Schutzmaßnahmen durch Corona brauchen wir schlicht mehr Pflegekräfte, sagt das Remigius in Opladen. Der Bedarf sei groß, gleichzeitig müsse man in der sensiblen Lage aber auch stets den Gesundheitszustand der Mitarbeiter im Blick halten. Wenn die Zahl der isolierpflichtigen Patienten weiter steigt, dann kommt das Remigius-Krankenhaus nach eigenen Angaben nicht drum rum, planbare Eingriffe - ähnlich wie im Frühjahr - wieder zu verschieben. Das Klinikum plant solche Maßnahmen bislang nicht.
Das Remigius Krankenhaus in Opladen hofft auf konkrete Ansagen der Politik. Im Frühjahr hatte der Bund die Pflegepersonaluntergrenze ausgesetzt und angeordnet planbare Eingriffe zu verschieben. Dafür gab es eine Gegenfinanzierung für die Krankenhäuser. Für die aktuell zweite Corona-Welle fehlen bislang solche Maßnahmen, sagt das Remigius Krankenhaus in Opladen. Auch das Klinikum in Schlebusch hält die Lage für kritisch. “Wir haben in den Krankenhäusern seit dem Frühjahr keine normale Situation, im Gegenteil, wir werden die Patientenversorgung nicht von einer starren Pflegepersonaluntergrenze abhängig machen”, so ein Sprecher. Personal werde dort eingesetzt, wo es gebraucht wird.