
In den nächsten Wochen sollen auch die Wachen in Leverkusen folgen und die Distanzelektroimpulsgeräte – wie sie offiziell heißen – erhalten. Polizeidirektor Martin Lotz sagte, die Polizei erhoffe sich durch die neuen Taser mehr Respekt für die Einsatzkräfte:
"Das ist sinnvoll, wenn wir es mit alkoholisierten Störern und Straftätern zu tun haben und diese Polizisten bedrohen oder Widerstand leisten. Wenn die Gefahr besteht, dass wir mit anderen Zwangsmitteln nicht weiterkommen, können wir Taser einsetzen."
Die Beamten müssen dabei den Einsatz des Gerätes vorher androhen. Der Taser löst einen oberflächigen Muskelschmerz aus und führe zu Muskellähmungen, sagt Lotz weiter.
Einsatz in den fünf größten NRW-Polizeibehörden
In den fünf größten NRW-Polizeibehörden gehört der Taser künftig zur Grundausstattung. Innenminister Reul hat beschlossen, die Behörden in Dortmund, Düsseldorf, Duisburg, Essen und Köln (und damit auch Leverkusen) mit insgesamt 620 Geräten auszustatten. Fast zwei Jahre lang hatten verschiedene Behörden im Land die Geräte getestet.
„Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass der Taser auch eine starke präventive und deeskalierende Wirkung hat“, sagt Reul weiter. Die bloße Androhung des Einsatzes, teils verstärkt durch die Demonstration des Lichtbogens, habe in mehr als 80 Prozent der bisherigen Anwendungsfälle bereits zur Deeskalation geführt.