Ratsbeschluss: Offensiver gegen Betrug vorgehen
Die Stadt Leverkusen will sich besser gegen Clan-Kriminalität, speziell Sozialleistungsbetrug, aufstellen. Sie will sich dem Landesprojekt namens „Missimo“ anschließen, um bandenmäßigem Betrug besser auf die Spuren zu kommen. Das hat der Stadtrat nun offiziell beschlossen.
Veröffentlicht: Dienstag, 27.09.2022 15:04
Die Idee hatte zuvor die CDU auf den Tisch gebracht. Noch ist „Missimo“ ein Pilotprojekt, nur eine Handvoll Kommunen in NRW macht mit. Dabei geht es vor allem um Betrugsversuche rund um das Kindergeld. Viele Betrüger nutzen aus, dass jede Schule ihre eigenen Schulbescheinigungen für ihre Kinder ausstellt – dadurch wird bei den Familienkassen immer wieder Geld für Kinder kassiert, die es überhaupt nicht gibt. Das wird in den Pilotkommunen jetzt überarbeitet. Alleine in Gelsenkirchen wurden dadurch in kurzer Zeit 80 Betrugsfälle aufgedeckt. Insbesondere mit Blick auf das Verfahren rund um den Leverkusener Al-Zein-Clan sollte unsere Stadt ein großes Interesse haben, weitere mögliche Schwachpunkte zu erkennen und zukünftig abzustellen, sagt die CDU.