
Schuldnerberatungen ziehen Bilanz
Die Schuldnerberatungsstellen bei uns in der Stadt ziehen Bilanz. Und auch obwohl die Schuldenquote im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken sei, bleibe sie hoch: Mehr als jeder zehnte Leverkusener sei verschuldet, so der Bericht.
Veröffentlicht: Freitag, 26.08.2022 09:52
Die Beratungsstellen bemängeln vor allem, dass die Landesregierung bereits Anfang vergangenen Jahres die ersten Corona-Hilfen zurückverlangte. Die meisten Kleinunternehmen seien lange noch nicht an dem Punkt gewesen, hohe Rückzahlungen zu leisten. So seien viele in die Insolvenz gerutscht. Hinzu kämen steigende Miet- und Energiepreise, die trotz Darlehen oder Sozialhilfen nicht genug Überschuss zum Leben ließen, so der Jahresbericht. Es sei dringend nötig, Schüler besser in Sachen Geld zu schulen und bestehende Programme auszuweiten. Dafür fordern die Sozialverbände in Leverkusen zusätzliche finanzielle Ressourcen und Platz im Lehrplan der Schulen, so ein Sprecher.