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Sondersitzung zu Explosion und Hochwasser
© Chempark
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Sondersitzung zu Explosion und Hochwasser

Die Explosion im Chempark-Entsorgungszentrum und das Jahrhunderthochwasseren waren am Donnerstag nochmal Thema in der Politik. Im Stadtrat haben Feuerwehr, Stadt und das Landesumweltamt bis spät in den Abend über beide Ereignisse und seine Folgen berichtet.

Veröffentlicht: Freitag, 20.08.2021 04:34

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Thema in Sachen Explosion Ende Juli waren unter anderem die Informationsweitergabe durch Currenta und die Ruß-Proben. Das Lanuv hat noch einmal erklärt, dass die Greenpeace-Proben im Grunde die Ergebnisse des Landesumweltamts bestätigt hätten. Luftbeobachter der Feuerwehr, die zur Unglückszeit mit dem Hubschrauber über Leverkusen geflogen sind, konnten keinen Kontakt der Rauchwolke zum Boden feststellen, hieß es. Auch das Biomonitoring, sprich Blut- und Urinproben der rund 360 Einsatzkräfte hätten keine Auffälligkeiten gezeigt. Außerdem berichtete eine Lanuv-Vertreterin nochmal, dass das Amt die Daten zu den Tanks angefordert hatte – die Weitergabe durch Currenta aber erst drei Tage später erfolgte. Von Currenta selbst war gestern niemand dabei. Ein Vertreter hatte kurzfristig wegen eines Trauerfalls abgesagt. Die Explosion Ende Juli hat sieben Tote gefordert, es gab 31 Verletzte.


In Sachen Hochwasser ging es am Abend vor allem um die Frage, wie massive Überschwemmungen in Zukunft verhindert werden können. Unter anderem die Grünen haben dazu einen langen Fragenkatalog vorgelegt. Sie wollen, dass Leverkusen zu einer so genannten Schwammstadt wird: Genügend Grünflächen sollen Wassermassen besser aufnehmen und in den Boden ableiten können. Auch mehr Dächer sollen begrünt werden. Wichtig ist es aus Sicht der Grünen auch, mit umliegenden Städten gemeinsam den Hochwasserschutz zu verbessern. Im Umweltausschuss sollt das Thema nun weiter behandelt werden.

Das Hochwasser in Leverkusen hat in der Stadt Schäden von rund 87 Millionen Euro angerichtet. Diese erste Schätzung hat Krisenstabsleiterin Andrea Deppe im Stadtrat abgegeben. Alleine der Schaden im Klinikum liege bei rund 40 Millionen Euro. Hinzu kämen rund 33 Millionen an städtischen Gebäuden. Zum Vergleich: So viel steckt die Stadt normalerweise pro Jahr in ihre Gebäude. Jetzt müssen die Schäden zusätzlich zum normalen Pensum behoben werden. Der Bund hat der Stadt bisher rund sieben Millionen an Soforthilfe überwiesen - für Privatleute, Unternehmen und die Stadt selbst.

Mittlerweile kommen immer mehr Soforthilfen bei den Menschen an. Die Stadt hat bereits rund vier Millionen Euro an Betroffene ausgezahlt. Damit wurden die meisten der rund 1700 Anträge von Privatleuten schon bearbeitet. Hinzu kommen fast eine Million Euro Soforthilfe für Unternehmen und noch einmal so viel für städtische Einrichtungen.

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