
Sparpläne in Leverkusen: Protest an der VHS
Die Volkshochschule Leverkusen könnte in den kommenden Jahren deutlich sparen müssen. Dagegen haben jetzt zahlreiche Kursteilnehmer, Dozierende und Unterstützer protestiert. Sie befürchten, dass weniger Personal auch ein kleineres Kursangebot zur Folge haben könnte.
Veröffentlicht: Mittwoch, 10.06.2026 04:00
Förderverein kritisiert geplante Einsparungen
Keine Musiziergruppe mehr oder weniger Sprachkurse an der Volkshochschule Leverkusen – das Kursprogramm der VHS könnte künftig deutlich kleiner werden. Grund dafür sind geplante Sparmaßnahmen, gegen die der Förderverein der VHS jetzt mit einer Protestaktion mobil gemacht hat. Die Unterstützer halten die vorgesehenen Kürzungen für nicht zielführend und fordern eine neue Berechnung der tatsächlich notwendigen Einsparungen. Ihrer Ansicht nach würde ein zu starker Personalabbau das Kursangebot erheblich einschränken. Weniger Kurse könnten wiederum zu sinkenden Einnahmen führen und die finanzielle Situation zusätzlich verschärfen.
Rund 80 Menschen setzen Zeichen für Bildung und Begegnung
An der Protestaktion beteiligten sich nach Angaben des Fördervereins rund 80 Menschen, darunter Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer sowie Dozierende. Sie setzten sich für den Erhalt der VHS als wichtigen Ort für Bildung, Weiterbildung und gesellschaftliche Begegnung in Leverkusen ein.
Hintergrund sind Vorschläge der Unternehmensberatung PD Deutschland. Demnach soll die Volkshochschule bis zum Jahr 2036 insgesamt 520.000 Euro einsparen. Dafür könnten die Ausgaben für Personal deutlich reduziert werden. Nach Einschätzung der Kritiker könnten von den Maßnahmen bis zu 50 Prozent der Stellen betroffen sein.