
SPD entsetzt über Gerhard Schröder
Die Leverkusener SPD ist entsetzt über Altkanzler Gerhard Schröder. Die Fraktionsvorsitzende Milanie Kreutz wirft ihrem Parteigenossen reine Profitgier vor. Gerhard Schröder hat Putin zwar zu einem Ende des Kriegs in der Ukraine aufgefordert - doch von einem Ende seines Engagements für russische Firmen ist bislang nicht die Rede.
Veröffentlicht: Mittwoch, 02.03.2022 09:00
Ein SPD Kreisverband nach dem anderen fordert aktuell den Partei-Ausschluss von Gerhard Schröder. Soweit ist es in Leverkusen noch nicht gekommen. Fraktionsvorsitzende Milanie Kreutz betont aber, dass es niemanden in der Partei gebe, der Schröders Verhalten nachvollziehen kann. Als ehemaliger Kanzler habe er eine wichtige Vorbildfunktion. Und wenn er angeblich so ein Freund von Putin ist: Freunden sollte man auch mal die Meinung sagen, so Kreutz. Gerhard Schröder profitiert von etlichen Posten bei russischen Firmen: Er ist Aufsichtsratsboss beim Öl-Giganten Rosneft, hat einen Chefposten bei Nord Stream und soll eigentlich auch Aufsichtsrat beim Gazprom-Konzern werden.