
Die Bürgerstiftung bestätigt auf Radio Leverkusen-Nachfrage, dass inzwischen nur noch vereinzelt im Schnitt eine Spende pro Woche reinkommt. Etwas mehr als 100.000 Euro sind bisher zusammengekommen.
Zum Vergleich: Nach der Flutkatastrophe im Juli 2021 haben die Menschen über zwei Millionen Euro an die Leverkusener Bürgerstiftung gespendet. Eine konkrete Erklärung dafür haben die Verantwortlichen nicht – es könne aber sein, dass größere Organisationen mit ihren Spenden-Aufrufen schneller waren und die Flutkatastrophe für die Menschen in Leverkusen erlebbarer, näher dran war.
Die Spenden werden unter anderem in Integrationskurse, Spielgruppen oder Sprachkurse investiert, aber auch in Freizeitmöglichkeiten wie einem Tischkicker an den neuen Flüchtlingsunterkünften in der Stadt, sagt die Bürgerstiftung.
Seit Kriegsbeginn sind fast 1.400 Menschen aus der Ukraine zu uns nach Leverkusen geflüchtet. Das Problem: Die meisten von ihnen möchten eigentlich wieder nach Hause. Das sagt der Malteser Hilfsdienst. Er hat seit Mitte August die Leitung der neuen Flüchtlingsunterkunft an der Olof-Palme-Straße in Bürrig übernommen.
„Wir versuchen in der Unterkunft jetzt eine Struktur aufzubauen, um den Kriegsflüchtlingen hier bei uns zumindest zeitweise das Gefühl von Heimat vermitteln zu können“, sagt der Malteser-Hilfsdienst. Dafür fehlen derzeit aber noch Mitarbeiter – vor allem im Verwaltungs- als auch im pädagogischen Bereich.
Neben der Flüchtlingsunterkunft kümmern sich die Malteser auch weiterhin um lokale Hilfstransporte in die Ukraine. Erst letzte Woche hat der Hilfsdienst benötigte Hilfsmittel wieder zusammen mit einem LKW und Fahrer des städtischen Müllentsorgers AVEA zum Umschlagslager nach Polen gebracht. In den kommenden Monaten sind weitere Fahrten geplant.
