
Sperrstunde bleibt, Gastro enttäuscht
“Wir sind sehr enttäuscht - dieser Ausgang ist eine Katastrophe für Leverkusens Gastronomie” - Mit diesen Worten reagiert der Gaststättenverband Dehoga auf das gestrige Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster, die Sperrstunde in NRW bis 23 Uhr beizubehalten. Die Richter sehen die Sperrstunde als legitimes Mittel zur Kontaktreduzierung an.
Veröffentlicht: Dienstag, 27.10.2020 05:22
Geklagt hatten mehrere Wirte aus NRW, auch der Wirt vom Opladener Schmalztöpfchen. Von ihnen heißt es: Die Konsequenz der Sperrstunde sei seit zwei Wochen zu beobachten: Die Leute träfen sich meist nur noch privat. Gastronome dagegen könnten durch gezielte Maßnahmen Kontakte und das Infektionsgeschehen kontrollieren, heißt es. Auch auf NRW-Ebene ist die Gastro entsetzt von dem Urteil. Es gebe keine Fakten, die belegen, dass durch eine Sperrstunde das Infektionsgeschehen eingedämmt werden könne. Das Urteil aus Münster ist nicht anfechtbar.