
Stadt Köln warnt auch in Nachbarkommunen vor Welpenhandel
Tierquälerei und illegaler Hundehandel im Netz – davor warnt das Umwelt- und Verbraucherschutzamt Köln auch Menschen in den Nachbarkommunen. In den vergangenen acht Wochen seien rund ein Dutzend Anzeigen eingegangen von Händlern, die verwahrloste Hundewelpen im Internet zum Verkauf anbieten. Die Polizei ermittelt gegen ein kriminelles Netzwerk aus Osteuropa.
Veröffentlicht: Freitag, 11.12.2020 08:37
Alle Tiere sind innerhalb kürzester Zeit nach dem Kauf qualvoll verstorben, sagt die Stadt Köln. Den Käufern gaukeln die Kriminellen vor, dass die Welpen völlig gesund seien. Sie werden für bis zu 2.000 Euro angeboten. Die Händler bieten den Käufern oft an die Welpen vorbeizubringen oder die Übergabe auf einem Parkplatz zu machen. Dadurch wollen die Kriminellen die prekären Haltungszustände verschleiern. Zuletzt hat die Polizei Razzien gegen illegalen Welpenhandel in Köln-Porz und Chorweiler vorgenommen. Bei den Durchsuchungen wurden Malteserwelpen, Pudel-Mischlinge, französische Bulldoggen und Chihuahuas gefunden. Die Tiere wurden teilweise eingequetscht in einem Kühlschrank auf dem Balkon aufgefunden.
Sie stammen meist aus osteuropäischen Massenzuchten – dort werden sie in der Regel schon nach vier Wochen von der Mutter getrennt und nach Deutschland gebracht. Durch die frühe Trennung kommt es zum Ausbruch der tödlichen Krankheit Parvovirose, sagt das Veterinäramt. Den schlechten Gesundheitszustand der Welpen verschleiern die kriminellen Verkäufer durch die Gabe von Medikamenten.