Anzeige
Sturm legt Bahnverkehr lahm
© pixabay
Teilen:

Sturm legt Bahnverkehr lahm

Die Leverkusener Feuerwehr ist wegen des Sturmtiefs "Eberhard" am Sonntag im Dauereinsatz gewesen. Bis Sonntagabend hat es mehr als 100 Einsätze gegeben. In den allermeisten Fällen ist es bei Sachschäden geblieben.

Veröffentlicht: Sonntag, 10.03.2019 16:26

Anzeige

Oft wurde die Feuerwehr gerufen, weil Bäume auf Straßen, Häuser oder Autos gekippt waren. In Bergisch Neukirchen musste die Feuerwehr Bäume von Hochspannungsleitungen entfernen: In Pattscheid und an der Neukronenbergerstraße waren solche heikleren EInsätze nötig, so die Feuerwehr. In Alkenrath war ein Baum auf eine Bahn-Oberleitung gefallen. Ein Feuerwehrmann wurde im Rahmen von Absicherungsmaßnahmen von einem Fahrzeug erfasst und leicht verletzt.

Laut Polizei ist durch den Sturm nichts gravierendes passiert. Sie musste knapp 30 Mal ausrücken. Bei den Einsätzen ging es um umgestürzte Bäume, umgewehte Straßenschilder und abgedeckte Dächer.

Die Deutsche Bahn hatte am Sonntag den kompletten Bahnverkehr in NRW eingestellt. Betroffen waren der Nah- und der Fernverkehr.

Wegen Sturmschäden kommt es auch am Montagmorgen noch zu Beeinträchtigungen im Bahnverkehr. Pendler müssen sich auf Verspätungen einstellen. Die S6 fällt in beide Richtungen komplett aus. Die Deutsche Bahn rät Reisenden ihre Verbindungen vor der Abfahrt zu checken.

Die Hitdorfer Fähre mussten den Verkehr ebenfalls einstellen. Sie soll aber am Montagmorgen wieder fahren.

Auf der A1 zwischen dem Kreuz Leverkusen und dem Kreuz Leverkusen-West hat der Wind außerdem einen Bauzaun verschoben.

Der TSV Bayer 04 Leverkusen musste seine Laufveranstaltung “Rund um das Bayer-Kreuz” wegen des Sturms teilweise absagen. Die ersten Rennen fanden noch planmäßig statt. Immer stärker aufkommender Wind machte es aber aus Sicherheitsgründen unmöglich, die Läufer im Eliterennen über zehn Kilometer und die abschließenden Staffeln auf die Strecke zu schicken - ein Rennabbruch war unumgänglich, heißt es von den Verantwortlichen.

In Köln mussten Einsatzkräfte eine eingeklemmte Person unter einem umgestürzten Baum befreien. Der Rettungsdienst habe den Verunglückten dann übernommen, teilte die Stadt mit. Außerdem wurde in Köln ein Notarztfahrzeug durch herabfallende Dachziegel so schwer beschädigt, dass es nicht weiterfahren konnte. Der Besatzung habe sich schnell von dem Schock erholt, sei in ein anderes Fahrzeug umgestiegen und zum nächsten Einsatz gefahren. 

Wegen der heftigen Böen haben zwei Flugzeuge nach Köln/Bonn einen anderen Airport ansteuern müssen. Eine Passagiermaschine sei nach Münster umgeleitet worden, eine Frachtmaschine nach Hamburg, sagte ein Sprecher. Einige weitere Flugzeuge seien beim Anflug durchgestartet und später sicher gelandet. Am Flughafen Düsseldorf lief der Betrieb normal. Passagiere an Bord würden aber sicherlich etwas mehr durchgeschüttelt als sonst, sagte ein Sprecher.

Am Sonntagabend hat der Deutsche Wetterdienst die amtliche Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen aufgehoben.

Anzeige
Anzeige
Anzeige