
Trotz Monsanto-Krise: Bayer steigert Gewinn
Ein schwaches Agrargeschäft, dafür ein gutes Geschäft mit rezeptfreien- und rezeptpflichtigen Medikamenten. Das ist die Halbjahres-Bilanz der Bayer AG. Der Chemieriese konnte seinen Umsatz trotz Monsanto-Krise im zweiten Quartal minimal steigern – und zwar um knapp ein Prozent auf 11,5 Milliarden Euro.
Veröffentlicht: Dienstag, 30.07.2019 06:00
Verluste hat Bayer vor allem mit Sojabohnen- und Maissaatgut eingefahren. Wie erwartet positiv entwickelte sich dagegen der Umsatz mit Insektiziden wie dem glyphosathaltigen Unkrautvernichter "Round Up". Grund für den schwachen Absatz im Saatgutgeschäft sind laut Bayer weltweit extreme Wetterbedingungen wie Überschwemmungen und Trockenheit. Bislang bestätigt Bayer seine Geschäftsprognose für 2019. In den kommenden Monaten erwartet der Konzern aber wegen des schwächelnden Agrargeschäfts weitere Verluste. Auch die Glyphosat-Klagewelle in den USA wird den Konzern künftig enorm belasten. Mittlerweile richten sich gegen Bayer rund 18.400 Kläger. Viele Experten gehen von Vergleichen mit Klägern aus.