
US-Prozesse: Bayer muss Rückschlag einstecken
Schwerer Schlag für den Bayer-Konzern: In einem wegweisenden Rechtsstreit um angebliche Krebsrisiken des Unkrautvernichters Glyphosat ist der Pharma- und Chemiekonzern jetzt vor dem Obersten US-Gericht gescheitert. Der Supreme Court wird sich nicht mit dem Fall befassen, heißt es.
Veröffentlicht: Dienstag, 21.06.2022 15:46
Konkret geht es dabei um die Überprüfung eines Urteils aus 2019, wo einem Kläger 25 Millionen Dollar Schadenersatz zugesprochen worden war. Er hatte glyphosathaltige Monsanto-Produkte für seine Krebserkrankung verantwortlich gemacht.
Wäre ein etwaiger Berufungsprozess zugunsten von Bayer ausgegangen, hätte das Signalwirkung für zahlreiche weitere Glyphosat-Klagen in den USA gehabt. Jetzt zieht Plan B: Mit Rückstellungen von 4,5 Milliarden Dollar will der Konzern ein Programm aufsetzen, um in den kommenden 15 Jahren mit den Forderungen potenzieller neuer Kläger in den USA umzugehen.