Zu viel Gülle in Leverkusen?
Veröffentlicht: Freitag, 06.03.2026 14:12
Zwischen Schlebusch und Schildgen entlang der Odenthalerstraße riecht es in den vergangenen Tagen stark nach Gülle. Hörer haben uns berichtet, dass dort viel Gülle verteilt wird – teilweise auch aus großen LKW aus den Niederlanden.

Gülle kommt oft aus den Niederlanden
In Leverkusen, Köln und dem Rheinisch Bergischen Kreis wurden im vergangenen Jahr 114 Tonnen Gülle aus anderen EU Ländern importiert, hauptsächlich aus den Niederlanden. Soweit ist alles normal. Die Landwirtschaftskammer NRW kontrolliert das. Über das ganze Jahr verteilt werden mehr als 1000 Bauernhöfe stichprobenartig geprüft, ob sie den Dünger auch regelkonform auf die Felder bringen. Wann Betriebe in Leverkusen geprüft werden oder zuletzt wurden, hat die Kammer uns nicht gesagt. Aber soviel: wenn ihr mal den Eindruck habt, dass auf den Feldern in Leverkusen zu viel Gülle gesprüht wird, könnt ihr der Landwirtschaftskammer Bescheid geben. Das Formular findet ihr hier.
Die Landwirte sagen, dass sie verantwortungsvoll beim Düngen ihrer Böden vorgehen. Welche Art von Dünger und auch in welcher Menge sie diesen verteilen, werde im Voraus nach genauen Vorgaben und exakt nach Bedarf ermittelt. Sollte dabei Gülle zum Einsatz kommen, werde diese in direkter Bodennähe verteilt, damit es möglichst wenig Emissionen gebe. Das Thema Düngung sei insgesamt sehr komplex und auch sehr emotional besetzt. Viele Betriebe suchten seit vielen Jahren über verschiedene Kanäle den Kontakt zu den Anwohnern und Verbrauchern, um Aufklärungsarbeit zu leisten und Verständnis für ihre Arbeit zu schaffen.
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