
Nach Woelkis fünfmonatiger geistlicher Auszeit ist ein feierlicher Rückkehr-Gottesdienst im Kölner Dom geplant. Aber gegen diesen Plan gibt es immer mehr Gegenwehr. Die Skepsis wächst, offenbar auch bei Woelkis engsten Beratern. Der «Kölner Stadt-Anzeiger» berichtete, dass sich jetzt auch der Erzbischöfliche Rat fast einstimmig gegen eine Rückkehr ausgesprochen habe. Hier gebe es eine Sorge um die Zukunft der Kirche, heißt es. Außerdem haben die Stadt- und Kreisdechanten einen Warnbrief an den Vatikan unterschrieben. Auch der Diözesanrat, also die Laienvertreter, ist alles andere als begeistert von Woelkis geplanter Rückkehr. Der Umgang von Woelki mit Fällen sexuellen Missbrauchs hatte eine Vertrauenskrise ausgelöst, die Zahl der Kirchenaustritte war zuletzt nach oben geschnellt.