
Zwischenfall im Chempark
Im Chempark in Wiesdorf hat es am Mittwochabend erneut einen Zwischenfall gegeben. In Wiesdorf und Umgebung war eine Detonation zu spüren und zu hören. Laut dem Chempark-Betreiber Currenta war eine Rohrleitung geborsten – dadurch war 3,4 Dichlornitrobenzol ausgetreten. Der Stoff wird unter anderem zur Herstellung von Farbstoffen oder Kosmetik verwendet.
Veröffentlicht: Donnerstag, 10.02.2022 05:00
Was genau im Chempark passiert ist, versuchen die Experten gerade zu rekonstruieren. Fest steht, es kam zu einem Produkt-Austritt an der Dichtung einer Rohrleitung. Diesen Produkt-Austritt haben Werkfeuerwehr und Berufsfeuerwehr mit einem Wasserschleier niedergeschlagen. Die Rohrleitung wurde zudem außer Betrieb genommen.
Für die Dauer des Einsatzes hatte auch die Warn-App Nina ausgelöst – denn in Wiesdorf kam es zu einer Geruchsbelästigung. Außerhalb des Werkes habe aber zu keiner Zeit Gefahr bestanden. Der Luftmesswagen war im Einsatz, hatte aber keine gefährlichen Stoffe feststellen können. Rund eineinhalb Stunden nach dem Ereignis war der Einsatz beendet – auch die vorsorglich eingerichteten Sperrungen im Werk konnten wieder aufgehoben werden.
Erst Ende Januar waren bei einer Verpuffung in einem Gebäude des Chemparks vier Personen verletzt worden. Bei dem Vorfall waren nach Angaben des Unternehmens Nitrosegase freigesetzt worden, dabei sei eine gelbe Wolke zu sehen gewesen.

