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Jugendamt FDP fordert Aufklärung über Unterbringung im Ausland

Schwer erziehbare Jugendliche werden in Leverkusen seit Anfang der 90er Jahre teilweise in Einrichtungen im Ausland untergebracht - weil es zunehmend schwer werde, in Deutschland Plätze für sie zu finden, so das Jugendamt. Der Kinderschutzbund bezweifelt das.


Unterbringungen dieser Art seien an sich in Ausnahmefällen kein Problem, so die Einschätzung des Kinderschutzbundes. In manchen Fällen könne es hilfreich sein, aus dem gewohnten Umfeld heraus zu kommen, zum Beispiel bei Drogenproblemen. Jedoch sei fehlender Platz in deutschen Kinderheimen kein Argument - irgendwo in Deutschland fände sich immer eine Möglichkeit, so der Verein.

Auch rücke man mittlerweile wieder von ausländischen Einrichtungen ab, weil es für das Jugendamt schwierig sei, die Qualität der Betreuung zu überprüfen. In der Vergangenheit habe es da öfter Schwierigkeiten gegeben.

FDP fordert mehr Transparenz

Die FDP möchte nun belegt haben, dass bei den Unterbringungen alles mit rechten Dingen zugeht.

Es sei wichtig, per Untersuchungsbericht festzustellen, ob Maßnahmen wie diese tatsächlich notwendig seien, und auch, ob sie Erfolg bringen. Auch müsse die Qualität der Unterbringung vor Ort überprüft werden. Dem Jugendamt zufolge sind seit Anfang der 90-er 22 Personen alleine in der Ukraine untergebracht worden. (05.10.2018)

 

 

 


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