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Leverkusener Firma im Visier der Fahnder

Laut Nachrichtenmagazin Focus könnte auch eine Leverkusener Firma zu dem Betrüger-Netzwerk gehören, gegen das derzeit ermittelt wird. Geschädigte könnten der Bayer-Konzern und Lanxess sein.


Die beiden Leverkusener Großunternehmen Bayer und Lanxess sind möglicherweise auch von einer Firma aus der Stadt um Millionen betrogen worden. Im Rahmen einer anderen Untersuchung hatten Fahnder bereits im Dezember 2010 ein Leverkusener Unternehmen für Industriemontagen im Visier.

Bei einer Razzia wurden mutmaßliche Scheinrechnungen über 2einhalb Millionen Euro sicher gestellt. Diese Firma soll zu dem Korruptionsnetzwerk gehören, gegen das die Staatsanwaltschaft Köln jetzt ermittelt, berichtet das Nachrichtenmagazin Focus. Durch überhöhte Rechnung und geschmierte Mitarbeiter sollen Bayer und Lanxess aber auch die Post und Netcologne um Millionen betrogen worden sein.

Bei Lanxess wurden nach Unternehmensangaben bislang allerdings keine Schäden festgestellt. Die Kriminalpolizei habe Lanxess auf den Korruptionsfall aufmerksam gemacht, sagte uns ein Unternehmenssprecher. Seitdem werde intern ermittelt. Aktuell geht LanXess aber davon aus, kein Opfer von Korruption zu sein. Auch bei der Bayer AG wird nach eigenen Angaben ermittelt. Ob das Unternehmen geschädigt wurde, wollte man uns allerdings nicht sagen.

Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt aktuell gegen 43 Beschuldigte, alle aus dem IT- Bereich.


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