
Die Ergebnisse seien generell ein wichtiger Schritt für die Verarbeitung der Geschehnisse, sagt der Currenta-Chef. Trotzdem hätte der Abfall von dem dänischen Unternehmen nie „auf die Straße gebracht werden dürfen“. Das Unternehmen war nach der Explosion im Fokus der Ermittlungen: gegen vier Mitarbeiter wurde ermittelt. Alle Verfahren wurden aber inzwischen eingestellt. Ermittelt wird nun gegen das dänische Unternehmen, das den Abfall hergestellt hat und einen Abfallmakler aus Hamburg.
Aufarbeitung für Angehörige wichtig
Die dpa hat mit einer Betroffenen gesprochen – sie hat bei der Explosion einen nahestehenden Menschen verloren. Auch für sie sind die gerade vorgelegten Ergebnisse ein wichtiger Zwischenschritt. Die Aufarbeitung sei damit aber noch lange nicht abgeschlossen. Angehörige fordern seit längerem Klarheit, wer die Verantwortung trägt für den Verlust ihrer Ehemänner, Brüder oder Väter.
150 Millionen Euro Schadenersatz
Nach dpa-Informationen hat Currenta das dänische Unternehmen auf Schadenersatz verklagt. Dabei geht es um mehr als 150 Millionen Euro. Am Montag (27.07.) jährt sich die Explosion dann zum fünften Mal. Für 18 Uhr wurde bereits wieder eine Gedenk- und Protest-Veranstaltung vor dem Rathaus in Wiesdorf angekündigt.