
Großes Bedauern in Leverkusen nach Campus-Entscheidung
Die Ablehnung des Bayer 04 Campus in Monheim sorgt für Bedauern an vielen Stellen bei uns in der Stadt. Mehrere Parteien und auch die Unternehmerverbände haben Kritik an der Entscheidung der Lokalpolitiker unserer Nachbarstadt geäußert.
Veröffentlicht: Freitag, 17.07.2026 09:52
Leverkusener Grünen bedauern Aus für Planungsverfahren
Die Leverkusener Grünen kritisieren, dass das Bayer 04 Projekt blockiert ist, noch bevor es in die konkrete Planung gehen konnte. Die Partei schreibt, dass sie die Entscheidung des Rates zwar grundsätzlich respektiert, aber dass es damit jetzt keine Chance gibt, alle Argumente zum geplanten Trainingsgelände transparent und nachvollziehbar auf den Tisch zu legen und mögliche Lösungen ergebnisoffen zu prüfen – eben auch in Bezug auf ökologische Belangen. Ihre Parteikollegen in Monheim hatten unter anderem kritisiert, dass der geplante Bayer 04 Campus einen großen Grünzug in Monheim zerstören würde.
Offener Brief der Leverkusener CDU
Die Leverkusener CDU hatte sich in einem offenen Brief schon vor der Ratsentscheidung am Mittwoch nochmal klar für den Bayer 04 Campus ausgesprochen und ihre Parteikollegen in Monheim zum Umdenken aufgerufen. Die Leverkusener CDU betont, dass das ganze Projekt ein Gewinn für Monheim, Leverkusen und das gesamte Rheinland sein könnte. Auch weil hier neue Arbeitsplätze entstehen, regionale Unternehmen Aufträge bekommen und es perspektivisch neue Angebote für Vereine und Schulen geben könnte.
Trotzdem hatte sich die Monheimer CDU am Ende weiter gegen den Campus ausgesprochen.
Unternehmen brauchen Planungssicherheit
Die Entscheidung vom Monheimer Rat gegen den Bayer 04 Campus ist ein besorgniserregendes Signal für den Investitionsstandort hier in der Region. Diese Einschätzung kommt von den Unternehmerverbänden Rhein-Wupper. „Wirtschaft braucht Ermöglicher keine Verhinderungspolitik“- mit diesen Worten kritisiert der Geschäftsführer der Unternehmerverbände die Entscheidung im Monheimer Rat.
Bayer würde für das geplante Trainingsgelände über 100 Millionen Euro investieren – das zeigt laut Unternehmerverbände wie groß das Vertrauen in die Region ist. Wenn nach jahrelanger Planung und Anpassungen am Ende ein Nein aus der Politik kommt – dann fehle Unternehmen Planungssicherheit. Und das könnte Strahlkraft haben: Auch andere Firmen könnten ihre Investitionen bei uns in der Region künftig hinterfragen, so die Befürchtung der Unternehmerverbände.