
Das Betrugssystem:
Die Angeklagten sollen stark sanierungsbedürftige Häuser und Grundstücke gekauft, dann mangelhaft renoviert und anschließend zu hohen Preisen an Käufer verkauft haben – diese wurden gezielt getäuscht. Sie machten falsche Angaben zu Baugenehmigungen und Wohnflächen, legten gefälschte Mietverträge vor, um hohe Mieteinnahmen vorzutäuschen, und versprachen Sanierungen, die sie offenbar gar nicht umsetzen konnten.
Das Ergebnis: enormer Schaden im Millionenbereich bei den Käufern. Elf Immobiliengeschäfte in verschiedenen Städten stehen unter Anklage – darunter auch Leverkusen.
Ein besonders schwerer Fall:
In einem Fall in Viersen soll sogar einer der Angeklagten mit Gewalt gedroht haben. Nach Beschwerden der Käuferin drohte er, Gesellschaftsanteile an eine kriminelle Organisation zu verkaufen, um Druck auszuüben. Die Käuferin gab unter diesem Druck nach.
Das Verfahren:
14 Verhandlungstage sind angesetzt. Mit einem Urteil wird erst Ende Oktober gerechnet. Die Angeklagten werden neben Betrug auch wegen Urkundenfälschung und Erpressung angeklagt.