
Leverkusen: A1-Rheinbrücke wird zum Milliarden-Projekt
Die neue A1-Rheinbrücke zwischen Leverkusen und Köln wird erheblich teurer als geplant. Die Autobahn GmbH rechnet aktuell mit Gesamtkosten von 1,6 Milliarden Euro – ursprünglich waren nur 740 Millionen Euro eingeplant. Das ist mehr als die doppelte Summe.
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Zwei Hauptgründe für die Kostenexplosion:
Erstens sind die Materialkosten in den vergangenen Jahren massiv gestiegen. Stahl, Beton und andere Baustoffe kosten heute deutlich mehr als bei der ursprünglichen Planung. Zweitens kalkuliert die Autobahn GmbH bereits potenzielle Mehrkosten durch einen laufenden Rechtsstreit mit der ursprünglichen Baufirma Porr ein. In dem Prozess geht es um mangelhaften Stahl, den die Firma verbauen wollte.
Kosten könnten noch weiter steigen:
Besonders tückisch: Die Baumaterialien werden erst beim tatsächlichen Einbau bezahlt und das zu aktuellen Marktpreisen. Das bedeutet, bis zur geplanten Fertigstellung im Sommer 2028 könnten die Kosten weiter steigen. Die Autobahn GmbH hat dafür eine sogenannte „Stoffpreisgleitung" im Bauvertrag eingebaut, die Preissteigerungen automatisch ausgleicht.
Eine detaillierte Aufschlüsselung, wie viel wirklich nur die Materialkosten ausmachen, will die Autobahn GmbH nicht veröffentlichen.