
Leverkusen: Immobilienbetrug-Prozess mit 8 Mio. Euro Schaden
Vor dem Kölner Landgericht hat gestern der Prozess gegen fünf Angeklagte begonnen. Sie sollen mit Immobilienbetrug in Leverkusen und der Umgebung über 8 Millionen Euro Schaden angerichtet haben. Die Anklage war umfangreich: Über eine Stunde dauerte allein das Verlesen der Anklageschrift mit elf bis zwölf Anklagepunkten.
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Was genau ist passiert?
Die Vorwürfe sind vielfältig und schwerwiegend: Die Angeklagten sollen Immobilien und Grundstücke gekauft, mangelhaft saniert und dann zu deutlich höheren Preisen weiterverkauft haben. Dafür fälschten sie Mietverträge, erfundene Gutachten und Notare. Sie gaben falsche Angaben zu Größen und Baugenehmigungen. Ein besonders perfides Detail: In mindestens einem Fall wurde Müll als Dämmung eingebaut. Ein Haus an der Bonner Straße in Opladen steht auf der Liste der betroffenen Leverkusener Immobilien.
Die Anklage beschreibt ein durchdacht geplantes System: Die Angeklagten organisierten sich strukturiert, um die erlangten Vermögenswerte zu verschleiern. Für den Hauptangeklagten droht eine Haftstrafe von vier bis fünf Jahren. Er ist derzeit der einzige in Gewahrsam.
Wie geht es weiter?
Die heutige (20.08.2026) Sitzung wurde abgesagt, da keine Einlassungen der Angeklagten vorlagen. Weiter geht es am 26. August – dann werden sich vier der fünf Angeklagten (samt Anwalt) zum Sachverhalt äußern. Zeugen werden geladen. Mit einem Urteil wird frühestens Ende Oktober gerechnet.