
Leverkusen: Rückkehr nach Asbestalarm
Es gibt gute Nachrichten für die Bewohner des evakuierten Wohnhauses in Leverkusen-Steinbüchel: Voraussichtlich können schon am Mittwoch die ersten wieder in ihre Wohnungen zurück. In dem achtgeschossigen Haus an der Käthe-Kollwitz-Straße laufen nach dem Asbestverdacht gerade die Reinigungs- und Sicherungsarbeiten.
Veröffentlicht:
Im Treppenhaus und in ersten Wohnungen sind die Vorbereitungen für die abschließenden Messungen bereits abgeschlossen. Mit den sogenannten Freimessungen soll geprüft werden, ob die Bereiche wieder sicher genutzt werden können – sobald die Ergebnisse da sind, können die Bewohner zurück in ihre Wohnung. Für einige Bewohner könnte allerdings noch eine weitere Nacht im Hotel nötig sein, weil die Messungen und die anschließende Bewertung Zeit brauchen. Insgesamt waren bei der Evakuierung gestern 31 Menschen und mehrere Tiere betroffen. Gleichzeitig will die Stadt Strafanzeige erstatten – wegen des Verdachts auf einen unsachgemäßen Umgang mit gefährlichen Abfällen.
Stellungnahme von Vonovia
Der Eigentümer des Hauses teilt mit, dass bislang nicht nachgewiesen sei, dass überhaupt Schadstoffe freigesetzt wurden. Bei den Sanierungsarbeiten in drei leerstehenden Wohnungen habe es offenbar Probleme bei der Entsorgung von Bauschutt gegeben. Nun werde geprüft, ob dabei asbesthaltiger Staub entstanden und durch das Treppenhaus gelangt sein könnte. Möglich sei laut Vonovia auch, dass lediglich ungefährlicher Abbruch aus den Badezimmern transportiert wurde. Vorsorglich habe das Unternehmen gemeinsam mit den Behörden die Evakuierung und Unterbringung der Bewohner organisiert. Derzeit werden Proben genommen; Vonovia rechnet damit, dass die Bewohner nach erfolgreicher Freimessung voraussichtlich morgen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können.
Das war zuvor passiert: Mehrfamilienhaus in Leverkusen-Steinbüchel evakuiert