
Leverkusener Rheinbrücke: Streit um Bauvertrag geht weiter
Im Untersuchungsausschuss zur Leverkusener Rheinbrücke hat NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst die Kündigung des damaligen Bauvertrags erneut verteidigt. Im Zentrum steht weiterhin die Frage, ob die Entscheidung wegen angeblicher Stahlmängel richtig war.
Veröffentlicht: Dienstag, 30.06.2026 07:28
Hintergrund des Streits
Der Neubau der Leverkusener Rheinbrücke beschäftigt weiter den Untersuchungsausschuss im Landtag NRW. Dort hat sich der frühere NRW-Verkehrsminister und heutige Ministerpräsident Hendrik Wüst erneut zur Kündigung des Bauvertrags geäußert. Wüst betonte, dass die in China gefertigten Stahlbauteile laut mehreren Gutachten erhebliche und nicht reparable Mängel aufgewiesen hätten. Die Entscheidung zur Kündigung des Vertrags im Jahr 2020 sei daher in Absprache mit dem Bund getroffen worden.
Aktueller Stand
Nach Ansicht Wüsts hätte ein Festhalten an dem Material dazu geführt, dass auch die neue Brücke gravierende Probleme bekommen hätte. Der aktuelle Baufortschritt zeige daher, dass die Entscheidung richtig gewesen sei. Unabhängig davon läuft der Rechtsstreit mit der damaligen Baufirma weiter. Beide Seiten fordern Schadensersatz in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro.