
Oberbürgermeister will Leverkusens Finanzlage zur Chefsache machen
Kann eine Stadt im Nothaushalt längerfristig auf ihren Finanzchef verzichten? Genau das möchte die Stadt Leverkusen jetzt testen. Die Aufgaben des Finanzdezernenten sollen in einer einjährigen Pilotphase auf andere Schultern umverteilt werden. Der Rat entscheidet heute (23.02.) über den Vorschlag.
Veröffentlicht: Montag, 23.02.2026 04:36
In Zeiten klammer Kassen plant die Stadt ihre obersten Organisationsstrukturen neu zu organisieren. In einem einjährigen Pilotprojekt soll eine komplette Dezernentenstelle eingespart werden – und zwar ausgerechnet die des Finanzdezernenten. Der bisherige Finanzdezernent Michael Molitor war vor über einem halben Jahr zurückgetreten. Seitdem übernehmen die beiden verbliebenen Dezernenten seine Aufgaben mit.
Hebbel will Finanzen zur Chefsache machen
In Zukunft sollen die Finanzen von Leverkusen zur Chefsache werden – und dem Dezernat von Oberbürgermeister Stefan Hebbel und Stadtdirektor Marc Adomat zugeordnet werden. Der würde dann offiziell zum Kämmerer – zusätzlich zu seinen Dezernatsaufgaben im Bereich Bildung, Jugend und Sport. Durch die Umorganisation könnte die Stadt auch Kosten sparen: durchschnittlich verdient ein Dezernent rund 10.000 Euro im Monat.
Weitere Themen der Ratssitzung
Neben der Einkürzung von einer Dezernenten-Stelle, geht es auch um viele Schul-Projekte: Die Pläne für die Erweiterung der GGS Herderstraße, die Sanierung der GGS Astrid-Lindgren-Schule und auch der Neubau der GGS Waldschule ist heute Thema für die Ratsmitglieder. Ansonsten fordert die AfD in einem Antrag, dass auch in Leverkusen mehr Flaggen an städtischen Gebäuden hängen – das hatte zuletzt auch die Bundes-AfD gefordert. Und außerdem soll die Asiatische Hornisse besprochen werden. Da fordert die CDU eine stärkere Bekämpfung der Nester der invasiven Art.