
Prozess um Drogenkrieg: Leverkusener verurteilt
Zu zwölf Jahren Haft wurde jetzt ein 26-jähriger Leverkusener vom Kölner Landgericht verurteilt. Er soll insgesamt 600 Kilogramm Drogen in seiner Wohnung in Küppersteg gelagert und weiterverkauft haben.
Veröffentlicht: Dienstag, 14.04.2026 04:42
Details aus dem Gerichtssaal
In insgesamt acht Fällen war der 26-Jährige angeklagt. Die Staatsanwaltschaft hatte in einem sehr ausführlichen Plädoyer 13 Jahre Haft für den Angeklagten gefordert. Die Verteidigung sah das als ungerechtfertigt an und forderte maximal sieben Jahre Haft im offenen Vollzug. Die Begründung: Der Angeklagte habe zwar den Handel mit Drogen zugegeben, aber nur in Teilen. Außerdem seien die Beweise aus den überwiegenden Chat-Protokollen nicht eindeutig, so die Verteidigung. Einen Antrag, die Beweise von einem externen Sachverständigen prüfen zu lassen, lehnte das Gericht aber im Vorfeld ab.
Hartes Urteil
Nach der Urteilsverkündung räumte der Richter ein, dass die Freiheitsstrafe hoch sei, der Angeklagte aber auch kaum Bereitschaft zur Aufklärung des Falls zeigte. Hinzu kommt, dass der Angeklagte selbst auch mehrfach eigene Drogen besessen und verkauft haben soll. Deshalb entschied das Gericht, dass neben der Haftstrafe auch knapp 100.000 Euro Geldstrafe hinzukommen.