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Rheinufer, Rhein, Leverkusen ,Rheinbrücke, Symbolbild
© Benedikt Klein
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Rhein-Niedrigwasser bedroht Leverkusener Industrie

Der Wasserpegel des Rheins ist derzeit kritisch niedrig. Mit nur 0,74 Metern können Schiffe deutlich weniger Ladung transportieren, das bekommen auch Leverkusens Industrie und der Chempark zu spüren.

Veröffentlicht: Mittwoch, 29.07.2026 04:26

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Schiffe fahren mit nur einem Fünftel der normalen Ladung

Vor allem Chemikalien, Stahl und Mineralölprodukte werden auf dem Rhein transportiert. Aktuell können die Schiffe wegen des niedrigen Wasserstands aber nur noch etwa ein Fünftel ihrer üblichen Ladung mitnehmen – sonst liegen sie zu tief im Wasser und können nicht mehr fahren.

Das ist kein neues Problem für den Leverkusener Chempark, aber eine erhebliche Herausforderung für die Logistik. Betreiber Currenta teilt mit: Um die gleiche Menge Güter zu transportieren, müssen deutlich mehr Schiffe abgefertigt werden. Das führt zu einer deutlichen Mehrbelastung in den Häfen und bei den Be- und Entladevorgängen.

Wirtschaftswachstum in Gefahr

Die Industrie- und Handelskammern warnen vor erheblichen wirtschaftlichen Folgen. IHK-Sprecher Ocke Hamann sagt: „Wenn kein Wasser mehr da ist, wird es schwierig für Schifffahrt und Industrie."

Zum Vergleich: 2018 führte eine ähnliche Niedrigwasser-Phase zu einem Rückgang des Wirtschaftswachstums um 0,4 Prozentpunkte. Die Bundesregierung erwartet für dieses Jahr nur 0,5 Prozent Wachstum – das könnte durch die aktuelle Situation schnell aufgezehrt werden.

Unternehmen bereiten sich vor

Obwohl die Situation angespannt ist, sind die Unternehmen im Chempark darauf vorbereitet. Lieferungen können notfalls auch auf Schiene und Straße umgelagert werden. Trotzdem: Die Schiffe fahren mit deutlich weniger Effizienz, und die Zeit wird knapp.

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