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Urteil im Schockanruf-Prozess: Lange Haft für Leverkusener
© Radio Leverkusen / Muckel
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Urteil im Schockanruf-Prozess: Lange Haft für Leverkusener

Im Prozess um mutmaßliche Schockanrufe gegen Senioren ist am Mittwochvormittag (10.06.) das Urteil gefallen. Zwei Angeklagte aus einer stadtbekannten Leverkusener Großfamilie müssen für 10 Jahre und 9 Monate und 11 Jahre in Haft.

Veröffentlicht: Mittwoch, 10.06.2026 10:06

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Gericht möchte mit Urteil ein Zeichen setzen

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Nach Überzeugung des Gerichts gehörten sie zu einer Bande, die Senioren mit angeblichen Notfällen oder falschen Polizeianrufen unter Druck gesetzt hat. Die Opfer waren laut Gericht zum Teil schwer traumatisiert – eine 85-Jährige habe sich aus Angst um ihre Tochter sogar eingenässt, ein anderer Geschädigter erlitt einen Herzinfarkt. Viele Betroffene hätten sich danach aus Scham kaum noch aus dem Haus getraut, so das Gericht. Die Richter begründeten die hohen Strafen auch mit dem enormen Schaden und wollten ein klares Signal senden, dass sich solche Taten nicht lohnen. Schadensersatz bekommen die Opfer allerdings nicht – die Angeklagten haben nach Angaben des Gerichts bislang keine Wiedergutmachung geleistet.

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