Reisebranche: Müssen die Gäste in der Region nun beruhigen

Iran-Krieg - Kreuzfahrtschiff vor Doha
© Lana Dörrer/privat/dpa

Krieg im Nahen Osten

Berlin (dpa) - Für die Reiseveranstalter kommt es angesichts des Kriegs im Nahen Osten auf einen Austausch mit gestrandeten Touristen vor Ort an. «Es geht darum, die Gäste zu beruhigen, Sachlichkeit, transparente Kommunikation mit ihnen zu haben, damit eben keine Panik ausbricht», sagte Anke Budde, Präsidentin der Allianz Selbstständiger Reiseunternehmen, im RBB-Inforadio. Derzeit werde ein großer Aufwand betrieben, um Flugzeuge in die betroffene Region zu schicken und Reisende wieder nach Hause zu holen. 

Der Krieg verschärfe für die Branche auch die wirtschaftlichen Unwägbarkeiten, betonte Budde. «Sicherlich wird uns das wirtschaftlich, finanziell treffen, weil wird jetzt auf absehbare Zeit ein wichtiges Drehkreuz möglicherweise wegfallen wird», sagte die Verbandschefin mit Blick auf die Flughäfen in Dubai und Doha. «Es herrscht eine große Unsicherheit.»

 Höhere Ölpreise könnten sich auswirken

Die Lage könnte sich auch auf künftige Reisekosten auswirken. Zwar setze die Branche alles daran, Reisen weiterhin für jeden erschwinglich zu halten. Doch es sei mit steigenden Kosten für die Unternehmen aufgrund von höheren Ölpreisen und einem gestiegenen Beratungsaufwand zu rechnen. 

Das Thema dürfte auch die diesjährige Tourismusmesse ITB in Berlin prägen. Viele internationale Besucherinnen und Besucher der Fachmesse können derzeit nicht anreisen, weil am BER keine Flieger aus dem Nahen Osten landen. Israel hat seine Teilnahme bereits abgesagt, ebenso die Fluggesellschaft Emirates.

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Internationale Tourismus-Börse in Berlin
Der Krieg im Nahen Osten bedeutet für Reiseveranstalter derzeit viel Aufwand und eine hohe Unsicherheit. (Archivbild)© Soeren Stache/dpa
Der Krieg im Nahen Osten bedeutet für Reiseveranstalter derzeit viel Aufwand und eine hohe Unsicherheit. (Archivbild)
© Soeren Stache/dpa