«Hoppers» im Kino: Wenn Biber reden könnten
Veröffentlicht: Mittwoch, 04.03.2026 09:30

Kinostart
Berlin (dpa) - Was denkt eigentlich ein Biber, während er seinen Damm baut? Und das Reh im Wald, der Vogel in der Luft - was würden die sagen, wenn sie sprechen könnten? Und was würden sie sagen, wenn ihr Lebensraum zerstört wird? Der Film «Hoppers» beantwortet diese Fragen – ob realistisch oder nicht, das bleibt den Zuschauerinnen und Zuschauern überlassen.
Aber von vorn: Das Leben der Tierliebhaberin Mabel war nicht ganz einfach. Schon als Kind eckt sie an – dabei will sie doch nur die Schulschildkröte aus der Gefangenschaft befreien. Doch die Erwachsenen scheinen sie nicht zu verstehen. Nur ihre Oma, die hat immer ein offenes Ohr für Mabel. Am liebsten sitzt sie mit ihr auf einem Stein an einer Lichtung. Für manche sei diese nur ein Stück Land, sagt ihre Oma. «Für die Tiere dort ist es ihre Heimat.» Wenn sie den Tieren und der Natur lauscht, vergisst Mabel ihre Wut und Unzufriedenheit.
Die Jahre vergehen und ihre Oma wird immer älter. Kurz vor ihrem Tod sagt sie zu Mabel: «Kümmere dich um diesen Ort. Machst du das?» Und sie stimmt natürlich zu. Doch als sie erwachsen ist, will Bürgermeister Jerry ausgerechnet ihre Lichtung für eine neue Autobahn zerstören. Das kann sie auf gar keinen Fall zulassen.
Bei ihrer Suche nach einer Lösung landet sie in einem Labor. Wissenschaftler arbeiten dort an der supergeheimen «Hoppers»-Technik. Mit ihr können Menschen in einen Roboter-Tierkörper «hoppen». Und ehe sie es sich versieht, steckt Mabel in einem täuschend echt aussehenden Roboter-Biber. Und auf einmal kann sie die Tiere verstehen und mit ihnen reden. Das muss doch reichen, um die Lichtung zu retten?
Fauler Biber Loaf und hungriger Bär Ellen
Der neue Film «Hoppers» von Disney und Pixar hat alles, was ein richtiger Disney-Film braucht. Actionszenen, süße und witzige Tiere, eine starke Hauptfigur und echte Schurken. Wobei am Ende nicht nur der Mensch der Bösewicht ist.
Und ohnehin sind die Figuren in dem Animationsfilm nicht schwarz-weiß. Zuschauerinnen und Zuschauer sollten sich also nicht zu früh auf einen Feind festlegen – sie könnten überrascht werden.
Während Mabel in der Menschenwelt oft alleine war, findet sie bei den Tieren schnell Freunde. Da ist die grüne Eidechse Tom, der hungrige Bär Ellen, der schläfrige und faule Biber Loaf und natürlich König George.
König George hat wenig mit anderen Zeichentrick- und Animations-Tierkönigen gemeinsam. Er ist nicht so stolz wie Löwenkönig Simba, nicht so egoistisch wie King Julien in «Madagascar». König George ist immer fröhlich, glaubt an das Gute in jedem Tier und Mensch. Eigentlich wollte er gar nicht König werden. Jetzt, wo er es ist, liebt er seinen Job aber. Er sagt selbst, er sei mit seinem Beruf verheiratet.
Schnell werden er und Mabel Freunde. Die anderen Tiere halten sie immerhin für einen echten Biber. Gemeinsam versuchen sie alles, um die Lichtung zu retten. Doch Jerry schmiedet auch seine Pläne. Und plötzlich tauchen auch noch andere Tiere auf, die alles komplizierter machen. Die Rettung der Lichtung scheint immer schwieriger – doch so schnell gibt Mabel nicht auf.
Umweltschutz gepaart mit knuddeligen Tieren
Mit knuddeligen Tieren, witzigen Dialogen und einigen wilden Wendungen haben sowohl Kinder als auch Erwachsene ihren Spaß an dem Film.
Themen wie Umweltschutz, Tierschutz, Wahlkampf und Verschmutzung machen den Film zwischen den bunten Tierszenen etwas ernster. Verpackt sind diese Themen aber in eine rührende Geschichte, schöne Animationen und große Biber-Kulleraugen. Spätestens dann, wenn die Tiere Emojis benutzen, lachen nicht nur die Kinder im Saal.




