So wäre das Vorgehen bei einem Blackout in Leverkusen
Veröffentlicht: Donnerstag, 08.01.2026 05:36
Ein tagelanger Stromausfall – was in Berlin in dieser Woche der Fall war, kann auch bei uns jederzeit passieren. Die Stadt ist aber vorbereitet. Vor zwei Jahren hat sie ein Notfallkonzept entwickelt – für Hochwasser, Bombenentschärfungen oder eben auch für Blackouts.

Was passiert bei einem großen Stromausfall in Leverkusen? Das ist eine Frage, die sich mit Blick auf die Situation in Berlin gerade viele Menschen stellen dürften. Die Stadt ist für ein Szenario gerüstet. Wenn der Strom für längere Zeit ausfallen sollte, dann richtet die Stadt sogenannte KIEZ Betreuungsstellen ein. Das sind insgesamt neun Schulen im Stadtgebiet, die im Fall der Fälle zu Anlaufstellen für uns werden. Zum Ausruhen, Aufwärmen oder auch um das Handy aufzuladen. Diese Stellen würden übrigens auch aufmachen, wenn es einen Großbrand oder einen Bombenfund irgendwo in Leverkusen gibt. Hier könnt ihr genau prüfen, welches KIEZ in eurer Nähe ist.
Praktische Tipps: was sollte ich zuhause haben?
Um zuhause vorbereitet zu sein, empfiehlt die Stadt, genug Vorräte für Krisensituationen zuhause zu haben. Wasser, haltbare Lebensmittel, Medikamente oder auch Batterien sollte man immer ausreichend zuhause haben. Auch batteriebetriebene Radios oder Taschenlampen sollte man zuhause haben, so die Stadt. Bei einem plötzlichen Stromausfall ist außerdem wichtig, alles auszuschalten, was gefährlich werden könnte, wenn der Strom wieder fließt. Zum Beispiel Herdplatten oder Bügeleisen. Zumindest eine Lampe sollte aber angeschaltet bleiben, quasi als Signal, wenn der Strom wieder da ist.
Mehr Tipps für Stromausfälle gibt die Stadt hier. Was ihr für eine Krisensituation zuhause haben solltet, hat euch die Stadt hier zusammengestellt.
Inselnetz soll auch bei Stromausfall für warmes Wasser sorgen
Anders als in Berlin könnte bei einem längerfristigen Stromausfall zumindest Heizungen und Warmwasser in Leverkusen weiter funktionieren. Die EVL hat schon vor längerer Zeit ein sogenanntes Inselnetz-Konzept getestet. Vereinfacht gesagt würde das Netz so umgestellt, dass das Müllheizkraftwerk der Avea die Wasser- und Fernwärmepumpen betreiben kann. Das Heizkraftwerk läuft nämlich auch bei einem Blackout weiter. Die Stadt und die EVL haben auch noch weitere Pläne in der Hinterhand, um die kritische Infrastruktur zu schützen, die wollen sie aber nicht verraten.
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