Spiele-Tipps

So langsam gehen Euch die Gesellschaftsspiele zuhause aus? Kein Problem! Wir haben hier ein paar Spiele für Euch gesammelt mit denen Ihr Euch die Zeit vertreiben könnt.

Spieleklassiker, für die ihr nicht viel braucht


Stille Post:

Für das Spiel Stille Post braucht ihr nichts außer ein paar kreative Köpfchen. Bei diesem Spiel sitzen 4-5 Personen im Kreis. Einer von euch denkt sich einen Satz aus - der darf gerne kompliziert sein - und flüstert ihn seinem Nebenmann ins Ohr. Der Nebenmann flüstert den Satz so, wie er ihn verstanden hat, seinem Nachbarn ins Ohr und so weiter. Der Letzte in der Reihe sagt, welcher Satz bei ihm zum Schluss angekommen ist. Beim Vergleich mit dem ursprünglichen Satz, freuen sich alle. 


Laute Post:

Bei dieser Variante gebt ihr euch von Person zu Person hinter verschlossener Tür eine kleine Geschichte weiter. Dazu denkt sich einer aus eurer Gruppe eine Geschichte aus. Er ist der Spielleiter. Der verlässt mit einem der Mitspieler den Raum und erzählt diesem die Geschichte. Dieser Mitspieler erzählt dem nächsten die Geschichte (so genau wie möglich). Wenn alle durch sind, erzählt der Letzte, welche Geschichte er gehört hat. Zum Schluss erzählt der Spielleiter der gesamten Gruppe seine Ursprungsgeschichte. Dabei gibt’s dann viel zu lachen. 


Epidemie:

Ihr euch nebeneinander oder im Kreis auf und schaut alle Richtung Boden. Dann denkt sich einer aus der Gruppe eine Grimasse aus. Die gibt er nur an seinen Nachbarn weiter. Der Nachbar muss diese Grimasse nachmachen und wiederum an seinen Nachbarn weitergeben. Wichtig ist, dass sich alle nur an der Grimasse des Vorgängers orientieren. Was dann am Ende dabei raus kommt, sorgt garantiert für gute Laune. 

  

Denksport


Ich packe meinen Koffer:

Diesen Spieleklassiker könnt ihr immer und überall spielen. Ihr braucht dazu nichts, außer einen oder mehrere Mitspieler. Das Prinzip ist ganz einfach: Einer beginnt mit dem Satz „Ich packe meinen Koffer und nehme mit...“ und nennt einen Begriff (z. B. drei Zahnbürsten). Der Begriff darf gerne kompliziert sein. Die Mitspieler wiederholen den Satz, nennen den vorher genannten Begriff und ergänzen einen eigenen Begriff, also „Ich packe meinen Koffer und nehme mit drei Zahnbürsten und einen Rasenmäher.“ Das geht dann so lange, bis einer von euch beim Aufzählen einen Fehler macht. Derjenige scheidet aus. Ziel ist es, so viele Begriffe aufzuzählen wie möglich.  


Rückwärts Buchstabieren:

Dieses Spiel ist was für Denksportler und welche, die es werden wollen. Das Prinzip ist ganz einfach: Ihr setzt euch zu zweit oder zu mehren zusammen. Einer nennt nacheinander Begriffe (gerne komplizierte). Ein anderer Mitspieler aus der Gruppe muss die Begriffe buchstabieren – und zwar rückwärts. Für jedes richtig buchstabierte Wort gibt’s einen Punkt. Nach beliebig vielen Runden hat dann derjenige mit den meisten Punkten gewonnen. 


Wissen 


Stadt, Land, Fluss:

Bei Stadt, Land, Fluss kann jeder zeigen, was er oder sie weiß. Das Spielprinzip ist ganz einfach. Ihr einigt euch in einer Gruppe von zwei oder mehr Spielern auf bestimmte Kategorien wie Stadt, Land, Fluss, Automarke, Tier oder Beruf und schreibt sie in eine Tabelle. Dann ermittelt ihr per Zufallsprinzip einen Buchstaben. Dazu sagt Spieler 1 in Gedanken das Alphabet auf. Spieler 2 ruft Stopp. Der Buchstabe, bei dem Spieler 1 stehen geblieben ist, gilt. Jetzt habt ihr die Aufgabe, schnellstmöglich zu den gewählten Kategorien einen Begriff oder Namen zu finden, der mit dem ausgelosten Buchstaben anfängt. Die Begriffe tragt ihr in die Tabelle ein. Wer als erster alle Kategorien ausgefüllt hat, beendet die Runde. Die anderen müssen aufhören zu schreiben. Für jeden richtigen Begriff gibt es einen Punkt. Wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt das Spiel. Das könnt ihr beliebig oft wiederholen. 

Ihr könnt euch bei den Kategorien nach Herzenslust austoben. Es ist ganz egal, ob ihr Prominente, Pflanzen, Spiele oder Buchtitel erratet - lasst eurer Fantasie freien Lauf. 


Wer bin ich?:

Für diesen Spieleklassiker benötigt ihr mindestens einen Mitspieler und Klebezettel. Auf diese Klebezettel schreibt jeder von euch jeweils den Namen eines Prominenten oder einer Kunstfigur aus Film und Fernsehen. Dann klebt ihr die Klebezettel auf die Stirn eines anderen Mitspielers. Jeder Einzelne muss jetzt abwechselnd durch geschicktes Fragen der Mitspieler herausfinden, wer er ist. Der Haken: Man darf nur Ja-Nein-Fragen stellen. Wer zuerst erraten hat, wer er ist, hat gewonnen.

 

Teekesselchen:

Teekesselchen könnt ihr am besten zu dritt oder zu mehreren spielen. Es ist ein Ratespiel für Kinder und Erwachsene, bei dem ihr herausfinden müsst, welches Wort eure Mitspieler beschreiben. Dazu einigen sich zwei Mitspieler zuerst auf einen Begriff. Der Haken daran ist, dass der Begriff immer mehrere Bedeutungen haben muss. Diesen Begriff beschreiben dann die beiden Mitspieler. Mitspieler A beschreibt die eine Bedeutung, Mitspieler B die andere Bedeutung. Beispiel:  

A: In meinem Teekesselchen wohnen Könige und Prinzessinen. 

B: Mit meinem Teekesselchen kann man Türen zu machen. 

Die Lösung hier ist das Wort „Schloss“. Wer als erstes das Teekesselchen errät, bekommt einen Punkt. 

  

Prädikat: Besonders kniffelig


Einkaufszentrum:

Wenn ihr dank Corona nicht ins Einkaufszentrum gehen könnt, dann spielt doch einfach „Einkaufszentrum“. Für dieses Rätselspiel für Groß und Klein braucht ihr nichts, außer Geduld und Aufmerksamkeit. Bis zur Lösung kann es einen ganzen Nachmittag dauern. 

Beim Spiel „Einkaufszentrum“ erzählt ihr euch gegenseitig Geschichten. Die beginnen zum Beispiel so:  

  

„Ich gehe ins Einkaufszentrum. Dort fahre ich mit dem Lift in den zweiten Stock und steige links aus. Ich kaufe mir dort ein Auto.“ 

  

Nacheinander steigen die Geschichtenerzähler jeweils in unterschiedlichen Stockwerken aus und gehen nach links oder rechts. Dort kaufen sie verschiedene Dinge. Die anderen müssen herausfinden, nach welchem Prinzip die Mitspieler die Dinge in ihrem persönlichen Einkaufszentrum kaufen. Das Prinzip darf also nur der Geschichtenerzähler selbst kennen. Wenn ihr alle das Prinzip kennt, dann funktioniert das Spiel nicht mehr.  

Die Geschichten erzählt ihr so: Bei der Einkaufstour orientiert sich jeder Geschichtenerzähler an seinen Mitspielern. Fährt er in den ersten Stock und geht nach links, ist sein linker Nachbar gemeint. Steigt er im zweiten Stock aus und geht nach rechts, ist die Person gemeint, die zwei Stühle weiter zu seiner rechten Seite sitzt und so weiter. Bezieht er sich auf sich selbst, bleibt er im Erdgeschoss.  

Ein mögliches Ordnungsprinzip für die Geschichten ist: Alles, was der Geschichtenerzähler einkauft, muss mit demselben Buchstaben beginnen wie der Name eines seiner Mitspieler. Heißt der Geschichtenerzähler selbst Hans, dann kauft er im Erdgeschoss nur Sachen, die mit H beginnen: Handy, Handtücher, Haselnüsse. Wenn seine rechte Sitznachbarin Jana heißt, kauft er im ersten Stock rechts nur Jeans, Jacken, Jazztrompeten und so weiter. Andere Mitspieler können sich für ihr eigenes Einkaufszentrum ein eigenes System überlegen. Bei diesem Rätsel geht es darum, das Ordnungssystem der jeweiligen Einkaufszentren zu durchschauen. Glaubt ihr selbst, ein System durchschaut zu haben, verratet ihr es nicht den anderen, sondern überprüft eure Idee. Geht dazu in den Einkaufszentren der anderen Mitspieler shoppen und fragt nach den Gegenständen, die ihr dort vermutet. Eure Mitspieler müssen euch durch Nicken oder Kopfschütteln Hinweise geben, ob es die Gegenstände bei ihnen gibt oder nicht. Echte Gewinner gibt es hier keine. Wenn ihr die Rätsel eurer Mitspieler gelöst habt, dürft ihr euch innerlich freuen. 

 

 

Bewegung und Geschicklichkeit


Scharade:

Das Spiel funktioniert mit vier oder sechs Personen. Ihr braucht nur Stift und Papier. Dann teilt ihr euch in zwei Teams auf. Einer aus eurem Team denkt sich verschiedene Begriffe aus (z. B. Einkaufswagen) und schreibt sie auf. Den Zettel bekommt einer aus der gegnerischen Mannschaft und muss den Begriff nun pantomimisch darstellen. Sein eigenes Team muss den Begriff erraten. Das Team, das die meisten Begriffe errät, gewinnt. 


Blinder Pirat:

Bei diesem Spiel könnt ihr euch ein bisschen mehr bewegen. Ihr könnt es überall spielen und braucht nur einen Mitspieler und einen Spielleiter. Außerdem braucht ihr eine Augenbinde und einen beliebigen Gegenstand als Schatz. Um diesen Schatz geht es bei diesem Spiel. 

Der Pirat sitzt bei dem Spiel irgendwo im Raum und muss seinen Schatz bewachen. Weil er aber blind ist, können die anderen Mitspieler versuchen, ihm den Schatz zu klauen. Dazu zeigt der Spielleiter auf einen der Mitspieler. Der pirscht sich möglichst leise an den Piraten heran und versucht, unentdeckt den Schatz zu klauen. Schafft er das, bekommt er einen Punkt. Hört der Pirat ihn kommen, zeigt er in die Richtung, aus der der Dieb kommt und der Dieb scheidet aus.