Was wir über die Schüsse in Minneapolis wissen und was nicht

Erneut Schüsse von Bundesbeamten in Minnesota
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Notfälle

Minneapolis (dpa) - Bereits Anfang Januar starb eine Frau in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota nach Schüssen eines Beamten der Einwanderungsbehörde ICE. Nun stirbt erneut ein Mann - erneut nach Schüssen während eines Einsatzes von Bundesbeamten. Vieles ist noch unklar. Ein Überblick über das Geschehen:

Was wir wissen

  • In Minneapolis wurde gegen 9.00 Uhr vormittags (Ortszeit) eine Person nach Schüssen durch einen Bundesbeamten für tot erklärt, wie das US-Heimatschutzministerium mitteilte.
  • Der Polizeichef von Minneapolis sagte, es handle sich bei dem Toten um einen 37‑jährigen weißen Mann, der in Minneapolis gewohnt habe.
  • Nach Angaben des Polizeichefs handelte es sich bei dem Toten vermutlich um einen US‑Bürger. Das Todesopfer soll laut US-Medienberichten als Krankenpfleger gearbeitet haben.
  • Das Heimatschutzministerium teilte mit, die getötete Person sei bewaffnet gewesen. Die Behörde veröffentlichte das Foto einer Pistole. US-Präsident Donald Trump betonte, dass die Waffe sie geladen gewesen.
  • Nach Angaben des Polizeichefs von Minneapolis war der Getötete berechtigt, eine Waffe zu tragen.

Was wir nicht wissen

  • Es ist unklar, ob die getötete Person am Einsatzort oder erst im Krankenhaus starb. Laut Heimatschutzministerium wurde der Mann vor Ort für tot erklärt, der Polizeichef sprach hingegen davon, dass er erst im Krankenhaus für tot erklärt wurde. Polizisten der Stadt hätten den Mann mit mehreren Schussverletzungen vorgefunden. Er sei in ein Krankenhaus gebracht worden.
  • Viele Details zum Ablauf des Vorfalls sind laut den Behörden noch unklar.
    Etwa, in welcher konkreten Situation der Schusswaffeneinsatz erfolgte und ob beziehungsweise wie die angebliche Bewaffnung des Mannes zum Einsatzablauf beitrug. Das US-Heimatschutzministerium stellt den Fall so dar, dass der Beamte geschossen habe, um sich selbst zu verteidigen. Ministerin Kristi Noem sagt, der Mann habe die Beamten angegriffen. Trumps einflussreichen Vizestabschef Stephen Miller sprach von einem «inländischen Terroristen».
  • Es ist unklar, warum sich der Mann am Tatort aufhielt. Das Heimatschutzministerium teilte mit, dass sich der Einsatz der Beamten gegen einen Ausländer gerichtet habe, der sich illegal in den USA aufgehalten habe und wegen eines gewaltsamen Übergriffs gesucht worden sei. Ob der Getötete in einer Verbindung zu dem Ausländer steht oder welche Rolle er in dem Geschehen vor den Schüssen spielte, ist unklar. 
     
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