
Gemischte Silvesterbilanz in Leverkusen: Polizei angegriffen
In der Silvesternacht hatten die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Co in unserer Stadt einiges zu tun. Während die Feuerwehr für Silvester eine verhältnismäßig ruhige Nacht hatte, sah das bei der Polizei ganz anders aus. Für sie war es eine ernüchternde Einsatznacht.
Veröffentlicht: Freitag, 02.01.2026 07:10
Polizei
Eine Schlägerei, eine Fahrerflucht und Angriffe auf Polizisten. Dieses Fazit zieht die Polizei nach der Silvesternacht in Leverkusen. Der wohl bemerkenswerteste Vorfall ereignete gegen 2:15 Uhr, als die Beamten wegen brennender Mülltonnen nach Rheindorf gerufen wurden. Dort wurden die Einsatzkräfte von Unbekannten mit Böllern beschossen und mit einer Schreckschusswaffe attackiert. Die Beamten blieben dabei zwar unverletzt, die nächste Überraschung wartete aber schon: Als die Polizisten zu ihrem Einsatzwagen zurückkamen, mussten sie feststellen, dass sowohl die Außenspiegel beschädigt waren, als auch die Front- und Heckscheiben des Autos eingeschlagen wurden.
Fazit Polizei
In Leverkusen wurden insgesamt acht Platzverweise ausgesprochen, drei Personen wurden in Gewahrsam genommen, davon aber keine festgenommen. Die Ereignisse seien leider kein einmaliges Ereignis, u.a. Angriffe auf Einsatzkräfte kommen regelmäßig vor. Welche Konsequenzen die Polizei aus den Ereignissen zieht, wird sie kommende Woche besprechen.
Feuerwehr
Die Feuerwehr spricht von insgesamt 27 Einsätzen in der Silvesternacht. Die waren ohne größere Vorkommnisse – also eine relativ ruhige Nacht. Meist haben Mülltonnen oder Feuerwerksreste gebrannt, bei einem Einsatz war es aber auch Unrat im Hauseingang eines Mehrfamilienhauses. Das Feuer konnte schnell gelöscht und damit ein Übergreifen auf das Gebäude verhindert werden.
Rettungsdienst und Klinikum
Der Rettungsdienst hatte mit 32 Einsätzen in der Silvesternacht einiges zu tun. Unter den Verletzten waren drei schwere Körper- und sieben Böllerverletzungen. Ein junger Mann erlitt laut Klinikum schwere Handverletzungen und auch ein sechsjähriges Kind verletzte sich durch Feuerwerk.