Nach Razzia: Viele Fragen ans Jobcenter
Veröffentlicht: Freitag, 11.06.2021 09:44
Teile der Leverkusener FDP werfen der Stadt im Kampf gegen kriminelle Clans strukturelle Defizite vor. Laut dem ehemaligen Ratsherr Friedrich Busch ist es absolut unverständlich, wieso das Jobcenter kriminellen Clans Hartz IV zahlt und deren Wohnungen finanziert – offenbar ohne ausreichende Prüfung von den tatsächlichen Verhältnissen vor Ort.

Hintergrund ist die Razzia bei einer arabischen Clanfamilie am Dienstag.
Der FDP-Politiker fordert, dass das Leverkusener Jobcenter den Fall kritisch aufarbeitet und den Bericht der Öffentlichkeit vorlegt. Busch verweist in diesem Zusammenhang auch auf die jahrelangen Sozialbetrugsfälle des Goman-Clans. Die Stadt will sich nicht zu den Vorwürfen äußern – Grund seien die laufenden Ermittlungen. Die Ehefrau des libanesischen Clan-Oberhaupts ist mittlerweile wieder in ihrem Haus in Rheindorf. Sie darf dort so lange wohnen, bis Grund und Boden offiziell dem Staat überschrieben sind. Ihr Mann und ihre älteren Söhne sind weiter in U-Haft. Der Familie werden Sozialbetrug, Geldwäsche, Gewaltdelikte und Drogenhandel vorgeworfen.


